Facebook-Datenschutz-Update: Zuckerbergs Antwort aufden Cambridge Analytica -Skandal ein Jahr später

Beitrag von Davey Winder


Erneut tauchen Vorwürfe über eine Vertuschung von Führungskräften von Facebook auf. Es geht um die Frage, wer wusste wann und wieviel zum Jahrestag des Cambridge Analytica-Skandals. Damals machten investigative Journalisten bekannt, dass das Unternehmen personenbezogene Daten von 87 Millionen Facebook-Profilen für politische Kampagnen gewonnen hatte und anwendete. Dies kam, nachdem der Wissenschaftler Aleksandr Kogan, das soziale Netzwerk wegen Diffamierung verklagt hatte. Seine Quiz-App war für die Beweisführung der Datenerhebung zentral. Das lässt mich fragen, was Mark Zuckerberg aus diesem turbulentesten Jahr in der Geschichte von Facebook gelernt hat?


Zu dieser Zeit war Facebook einer wahren Flutwelle von Angst ausgesetzt. Benutzer merkten, dass ihrer Privatsphäre nicht geschützt ist und dass sie ausgenützt werden. Doch diese Angst führte nicht zu einer Massenmigration der Benutzer vom Social-Media-Riesen. Goldman Sachs zufolge stieg die Zahl der Nutzer, die über mobile Geräte auf den Dienst zugreifen konnten, in dem Monat

um 7% an, in dem der Skandal Schlagzeilen machte. Dies deutet darauf hin, dass die Verlockung Facebook zu nutzen, nicht gelitten hat. Es zeigt die zentrale Rolle, die Facebook bei der Verbindung von Freunden, Familienangehörigen und auch Fremden in den Augen des Durchschnittsnutzers hat. Was nicht gesagt ist, dass Zuckerberg ohne Kritik davonkommt. Eine schnelle Umfrage auf Twitterverse wurde diese Woche enthüllt. Ich habe gefragt, welche Lektionen Mark Zuckerberg gelernt haben könnte. Die Vorschläge lauteten: "Dass er trotz all des Schaums und der Aufregung immer noch einen Haufen Geld in die Hose stecken kann und dass das Ganze ihn kaum berührt "Wir haben eigentlich nichts gelernt“. „Wir haben mehr über Mark Zuckerberg und seine Praktiken gelernt“. „Wir sehen die langen Wege, wo Facebook seine fragwürdigen Praktiken fortzusetzt“. Diese Meinungen erscheinen unter dem Gesichtspunkt, dass die Facebook-Aktie sich schnell wieder erholte. Der anfängliche Verlust von 100 Milliarden Dollar war bald wieder gedeckt. Auch der regulatorische Druck war nicht besonders effektiv. Zwar

verhängte das Information Commissioner's Office (ICO) in Grossbritannien Facebook eine Geldstrafe von 500.000 £ (maximal 645.000 $). Dieser Betrag war zu diesem Zeitpunkt maximal möglich. Dies schadet einem so grossen Unternehmen wie Facebook jedoch nur geringfügig. Wäre zu dieser Zeit die europäische Datenschutzverordnung (DSGVO) bereits in Kraft gewesen, hätte Facebook mit einer Geldstrafe von 4% seines weltweiten Umsatzes rechnen müssen, was etwa 1,3 Mrd. GBP (1,8 Mrd. USD) entsprechen würde.


Was hat sich also ein Jahr später geändert? Welche Erwartungen haben wir Menschen an die Respektierung unserer Privatsphäre im Online-Bereich als auch in Bezug darauf, wie die Sicht auf Facebook aussieht? Es besteht kein Zweifel, dass der Datenschutz in den letzten 12 Monaten für den durchschnittlichen Online-Benutzer eine grössere und zentralere Rolle eingenommen hat.

Gleichermassen besteht wenig Zweifel daran, dass Facebook mit der Zeit gehen muss. Diese erhöhte Erwartung wird erkannt. dass mehr Kontrollen stattfinden, wer unsere Daten zu welchem Zweck verwendet. Facebook-Chef Mark Zuckerberg beteuert, dass er eine "auf Privatsphäre ausgerichtete Vision für soziale Netzwerke" hat. In seinem Blog mit demselben Namen sagt Zuckerberg:" Wir haben wiederholt gezeigt, dass wir uns weiterentwickeln können. Wir werden Dienste entwickeln, die die Menschen wirklich wollen. Die Zukunft der Kommunikation wird zunehmend privat sein. Bei privaten Nachrichten und Geschichten werden die Benutzer darauf bestehen, dass sie verschlüsselte Dienste brauchen können. Sie müssen darauf vertrauen können, dass das, was sie einander sagen, sicher bleibt und ihre eigenen Nachrichten bleiben“. Wir sind nicht, einschliesslich mich selbst, davon überzeugt, dass die Kombination von WhatsApp-, Instagram- und Facebook-Messenger in der Lage sind Infrastrukturen zur schaffen, dass eine vereinigte Messaging-Plattform die Antwort auf das Datenschutzproblem von Facebook ist. „Nach dem Debakel, bei dem Facebook Daten an Cambridge Analytics verkauft hat, ist es nur eine Frage der Zeit, dass die konsolidierten Daten der weltweit beliebtesten Messaging-Plattformen das

nächste schwarze Gold für das Wachstum von Facebook werden" sagt John Safa, Gründer der geschützten Plattform für die gemeinsame Nutzung von Inhalten und fügt auf Pushfor hinzu "Wir haben diesen Albtraum aus unserer Leidenschaft geschaffen, um alles was wir tun, sagen oder denken auf diesen


Online-Plattformen mitzuteilen."Dies scheint im krassen Widerspruch zu der jüngsten Behauptung von Zuckerberg, Facebook sei ein Innovator im Datenschutz. "Der ganze Erfolg von Facebook ist darauf zurückzuführen, dass wir den Menschen neue private oder halbprivate Möglichkeiten gegeben haben, Dinge zu kommunizieren, die sie vorher nicht gehabt hätten", sagt Zuckerberg. Derek Roga, CEO der sicheren mobilen Kommunikationsplattform EQUIIS Technologies, argumentiert, Facebook werde nie als Verfechter des Datenschutzes bekannt sein. "Ohne die Daten weiterhin von seinen Nutzern zu benutzen" so Roga, "müsste Facebook sein gesamtes Geschäftsmodell ändern. Dies könnte zu einem Rückgang der Finanzergebnisse führen - ein Opfer, das sie kaum leisten werden. "Der kürzlich offenbarte Fall gibt sehr zu denken: Apps von Drittanbietern geben personenbezogene Daten an Facebook zurück, auch wenn der Benutzer in einigen Fällen nicht angemeldet war oder kein Facebook-Konto hatte. Es stellte sich heraus, dass Roga nicht mal überrascht war, als diese Geschichte öffentlich wurde. "Grosse Player wie Facebook haben ihre Werbeunternehmen auf Zielgruppen- und Nutzerdaten aufgebaut" erklärt er und fährt fort"Das Unternehmen schlug ein "klares Verfahren" vor, um das Vertrauen der Nutzer wieder zu gewinnen und Transparenz zu schaffen. Es sieht immer noch den Wert darin, persönliche Daten zu speichern"


Rogas Behauptung wird durch die Tatsache gestützt, was die New York Times Anfang dieser Woche berichtete. Staatsanwälte führen "strafrechtliche Ermittlungen in Datengeschäften durch, die Facebook mit einigen der weltweit grössten Technologieunternehmen getroffen hat" Forbes-Mitwirker Zak Doffman sagt " handelt sich noch mehr um die gleiche Analytica nach Cambridge - private Daten werden als handelbare Ware behandelt, ohne an die Implikationen oder die Ethik zu denken." Dies bedeutet natürlich nicht, dass Facebook gegen ein Strafgesetz verstossen hat. Laut einem Bericht "gibt es zahlreiche Gründe, warum Facebooks Entscheidung, Benutzerinformationen mit App - Entwicklern oder anderen externen Unternehmen zu teilen, schlecht beraten wurde" Zuckerberg und Facebook unternimmt weiterhin Schritte in die richtige Richtung, um fair zu sein. Es bleibt abzuwarten, wie engagiert das soziale Netzwerk den Nutzern die Kontrolle über ihre eigenen Informationen zurückgibt und die

vollständige Transparenz gewährt, wie und wofür alle mit Facebook

ausgetauschten Daten gebraucht werden.

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